Red On Blue
Genre: Pop, Jazz, Folk, Singer SongwriterGegründet: 2006

Biografie
Die Sängerin und Songwriterin Bernadette Kube kommt im Osten Berlins als Kind zweier Künstler zur Welt. Die Mutter ist klassische Tänzerin, der Vater Pantomime. Ihre turbulente Kindheit verbringt sie zumeist im Theater oder an der Ostsee. Ist es die stumme Kunst ihrer Eltern, die sie ans Mikrofon treibt? Die Familie rätselt noch heute.
Zu singen beginnt sie nicht heimlich in der Badewanne, sondern frech und laut in Toms Blues Band, einer wilden Bluescombo, deren Schlagzeuger wiederholt in seine Instrumente fällt – taktvoll zwar, doch sturzbetrunken. Nach dieser exzessiven Zeit findet sie Erholung bei den Jazz’n Kids, einer Oldtime-Jazzband. Die vorgegebene Tonart der älteren Herren ist durchaus charmant, aber unumstößlich. Sie lernt, tapfer und gehorsam zu sein – musikalisch, versteht sich. Ergeben lauscht sie altersweisen Geschichten, zwei Mal darf sie mit auf Tournee nach Italien. Am Ende ist es nicht nur ihre Vorliebe für handgemachte Pasta, die diese Zeit überdauert. Sie bleibt den älteren Herren in herzlicher Freundschaft verbunden.
Der Filmregisseur Michael Schorr („Schultze gets the blues“) ist es, der sie herausfordert und sie erneut mit der Welt des Jazz in Berührung bringt. In einem Kurzfilm besetzt er sie als „singende Freundin“ des Protagonisten. Die schwierige wie reizvolle Kunst, Standards zu interpretieren, gehört von nun an in ihr Programm. Sie steigt bei der Swinghouse Jazz Band von Wolfgang Riemer ein. Dort lernt sie gegen Bläser anzusingen und sich gegen rasende Pianisten zu behaupten. „Wat, did wa zu schnell? Na wesste, Mächen!“ Nebenbei studiert sie Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Berlin und Paris.
Noch während des Studiums gründet sie das Bernadette Kube Quartett.
Mehr als ein Dutzend Standards hat sie mittlerweile im Repertoire. Sie tritt in den einschlägigen Berliner Clubs wie A-Trane, b-flat, Grüner Salon, Quasimodo, Schlot und Zapata auf. Als ihr ein befreundeter Grafiker und ebenso unbestechlicher Jazzkenner in einer hitzigen Diskussion an den Kopf wirft: „Mensch, schreib doch mal was eigenes!“, nimmt sie sich das sehr zu Herzen. Tatsächlich fängt sie an, eigene Songs auszuhecken. Ihr Mentor Carlo Inderhees empfiehlt ihr einen Berliner „Wunderknaben“ als Arrangeur. Sie fährt zu ihm und steht – höchst verwundert – einem neunzehnjährigen Abiturienten gegenüber, der sich sofort an die Arbeit macht. Inzwischen studiert Frieder Schmidt Komposition in Hannover und gehört als Komponist und Arrangeur zum festen Kern von Red On Blue, die Bernadette Kube 2006 gründet. Bereits ein knappes Jahr später steuern sie zwei Songs zum Soundtrack des Kinofilms „Schröders wunderbare Welt“ von Regisseur Michael Schorr bei – ein Erfolg, den Red On Blue ihren stilistischen Experimenten im Umfeld von Trip Hop und Downbeat verdankt.
Mit Red On Blue ist Bernadette Kube regelmäßig in der Berliner Club-Szene präsent. Unterstützt wird sie dabei von Pianist Hein Schneider, Gitarrist Marcus Klossek, Bassist Richard Müller und Drummer Sascha Bachmann.
Gigs in markanter Großbesetzung wechseln mit Duo-Auftritten in intimer Atmosphäre. Sie sucht und sammelt. Sie scheint auf einer Reise zu sein und hat eine Menge Spaß an dieser Arbeit.
